Übersicht der Begriffsdefinitionen und Abkürzungen

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Begriff Definition
Jacobs Foundation

Die Jacobs-Foundation ist wie die DKJS finanzieller Unterstützer, allerdings eher strategisch und weniger inhaltlich eingebunden.

Ko-Konstruktion

Es handelt sich hierbei um ein kontrovers diskutiertes nicht einheitliches Konstrukt, es wird zum einen im BEP als Arbeitsbegriff bei der Erstellung des BEP benutzt und meint zum anderen die veränderte Rolle des Kinds und Erziehers bei Lernprozessen.

Ko-Konstruktion bezeichnet einen pädagogisch-didaktischen Ansatz des Lernens als soziale Interaktion aller am Lernprozess beteiligten Individuen (Lernen durch Zusammenarbeit).

Ko-Konstruktion akzentuiert  beim Lernprozess mehr die Erforschung von Bedeutung als den Erwerb von Wissen. Der Ansatz basiert auf der Erkenntnis, dass  Kinder  eine natürliche Lern-Neugier besitzen und das Bedürfnis haben, mit Ihrer dinglichen und sozialen Umwelt in Beziehung zu treten.

Kinder lernen durch die aktive Auseinandersetzung mit ihrer Umwelt. In diesem Verständnis ist das Kind der aktive Konstrukteur seiner Bildung (Selbstbildungskonzept)

Kompetenzen

Kompetenzen geben Auskunft über das, was jemand kann, und zwar in dreifacher Hinsicht: im Blick auf seine Kenntnisse, seine Fähigkeiten damit umzugehen und seine Bereitschaft, zu den Sachen und Fertigkeiten eine eigene Beziehung einzugehen. Kompetenzen äußern sich in konkreten Handlungen (G. Ziener: Bildungsstandards in der Praxis).

Im Hessischen Referenzrahmen Schulqualität werden – in  Anlehnung an Weinert, F. (Hg.) Leistungsmessung in Schule - Kompetenzen definiert als die bei einem Individuum verfügbaren oder erlernbaren kognitiven Fähigkeiten und Fertigkeiten, um bestimmte Probleme zu lösen, sowie die damit verbundenen motivationalen, volitionalen (willentlichen) und sozialen Bereitschaften und Fähigkeiten, um die Problemlösungen in variablen Situationen erfolgreich und verantwortungsvoll nutzen zu können.

KuMi

Kurzform für Kultusministerium

Lebenswelt Schule

Ein bundesweites in 4 Modellkommunen im Zeitraum 2008-2011 durchgeführtes Projekt. Das Ziel ist die bestmögliche individuelle Förderung der Kinder und Jugendlichen von der KiTa bis zum Schulabschluss durch Vernetzung lokaler Akteure und Ressourcen. Die Bildungsstätten in Weiterstadt und Umgebung arbeiten gemeinsam an dem Konzept „Bildung aus einer Hand“. Lerndokumentation und Übergänge spielen hierbei eine wichtige Rolle.

Leitbild

Leitbild oder auch 10 Thesen: Im März 2009 hat die Steuergruppe die 10 Thesen vorgelegt, die von den Aktiven als Arbeitsbegriff für das Projekt akzeptiert wurden.

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Lernbegleiter

Dies ist ein kontrovers diskutierter Begriff über die neue Rolle des Lehrers/ der Lehrerin.

Lerndispositionen

Lerndispositionen sind bei der Beobachtung und Dokumentation kindlichen Lernens von zentraler Bedeutung. Sie werden definiert als „Fundus oder Repertoire an Lernstrategien und Motivation, mit dessen Hilfe ein lernender Mensch Lerngelegenheiten wahrnimmt , sie erkennt, auswählt, beantwortet oder herstellt und den er aufgrund seiner Lernbemühungen fortwährend erweitert“ (M. Carr).

Sie sind demzufolge grundlegende Voraussetzung für Lern- und Bildungsprozesse und bilden das Fundament für lebenslanges Lernen. Sie sind nicht nur abhängig vom Kind selbst, sondern auch von den Voraussetzungen seines Umfelds. Zu ihnen gehören die Erfahrung von Zugehörigkeit und  Wohlbefinden, eine Kultur der Wertschätzung, die Möglichkeit von Partizipation, aber auch eine auf die Themen des Kindes eingehende Raumorganisation.

Lerndokumentation

Die Lerndokumentation ist ein von den Projektteilnehmern getragener Begriff, der an die Stelle von allen bislang diskutierten Begriffen wie Portfolio, Lernjournal, Ich-Buch etc. tritt.

Die Lerndokumentation im Projekt LWS sammelt und ordnet bestimmte Produkte, die eine Lernbiographie des Lernenden kennzeichnen bzw. die Entwicklung des Lernenden sichtbar machen oder seine Arbeit an einem Projekt dokumentieren.

Sie kann wie ein Vorzeigeportfolio, Prüfungsportfolio oder  Bewerbungsportfolio verwendet werden

Sie ist ein Spiegel der individuellen Lernentwicklung eines Kindes/Jugendlichen. Sie gibt Aufschluss über Stärken und Neigungen, Lernwege, –fortschritte und –meilensteine, aber auch über individuelle Lernstrategien und ermöglicht die Erarbeitung einer systematischen Lernstrategie.

Sie besteht aus konkreter Verschriftlichung, Fotos,  Dokumenten über erreichte Meilensteine und individuellen Exponaten des Kindes. Sie ist ein Mittel um individuelle und unterschiedliche Zugänge und Lerndispositionen zu beschreiben und entsprechende Förderkonzepte  zu gestalten.

Kontrovers wird zurzeit diskutiert, ob es ein reines „Ich-Buch“ sein soll oder ob auch externe Kommentare dazu gehören, sowie die Form einer möglichen Weitergabe.

Nicht mehr kontrovers ist, dass sich die Kita-Grundschul-SI –Lerndokumentationen unterscheiden.

Eine Lerndokumentation ist Eigentum des Kindes und wird in ko-konstruktivem Prozess von Kind, Lernbegleitern und Familie gestaltet, wobei im Laufe seiner Entwicklung das Kind mehr und mehr selbst zum Gestalter der Lerndokumentation wird. Dadurch wird sich ihr Charakter von KiTa über Grundschule bis zu SI auch deutlich verändern.

Lerngeschichten

Lerngeschichten (Ansatz von Margaret Carr/Neuseeland) sind Erzählungen über Lernprozesse von Kindern, um ganzheitliches Lernen besser widerspiegeln zu können. Sie berücksichtigen nicht nur das Kind selbst, sondern auch seine Umgebung und die Beziehung des Kindes zu seinem Umfeld. Nicht nur was gelernt wird, sondern auch wie gelernt wird, ist Thema in Lerngeschichten. Sie können aus schriftlicher und bildlich-darstellender Form bestehen und sind Teil der Lerndokumentation des Kindes.

Ziel der Dokumentation von Lerngeschichten ist das Erkennen, Festigen und Erweitern der Lerndispositionen des Kindes.

Die Fokussierung auf Lerngeschichten dient dazu, Stärken und Ressourcen darzustellen, mit Kindern über ihr Lernen ins Gespräch zu kommen und ihre Selbstwahrnehmung positiv zu beeinflussen.

LWS

siehe auch Lebenswelt Schule: leicht irreführende Abkürzung da auch Kindertagesstätten mit im Boot sind

Meilensteinplan

Der Meilensteinplan beschreibt die weitere Gestaltung des Projektes für einen definierten Zeitraum und legt wesentliche auf der Steuerungs- und operativen Ebene vereinbarte Ereignisse (Etappenziele) zeitlich fest.

Mittelpunkt

Mittelpunkt: (übergeordnete These des Leitbilds) Das Kind bzw. der Jugendliche mit seinen Zukunftschancen steht im Zentrum aller Bildungsprozesse. Für die jeweiligen Systeme bildet diese Leitorientierung den Referenzrahmen ihrer eigenen Entwicklungen.

Partizipation

Partizipation aller an Bildung und Erziehung Beteiligten ist unabdingbarer Schlüssel für gelingende Lernprozesse. Sie braucht Freiräume, um ein „Mehr“ an Mit- und Selbstbestimmung zu ermöglichen.

 

Partizipation von Kindern und Jugendlichen – Begriffsdefinition, Analyse, Deutung (aus der besonderen Lernleistung von Julian Heck, ADS)

Kinder und Jugendliche an den Prozessen zu beteiligen, von denen sie unmittelbar betroffen sind, gewinnt immer mehr an Bedeutung. Doch wie ist der Begriff „Partizipation“ definiert? Zunächst wird meist eine Herleitung durch die lateinische Sprache vorgenommen. Ein Politiklexikon definiert Partizipation als „Beteiligung i. S. von Teilnahme wie Teilhabe“ [Dieter Nohlen/Florian Grotz (Hrsg.): „Kleines Lexikon der Politik“. 2. erweit. u. aktual. Auflage. München: Verlag C.H. Beck oHG, 2007, S. 398] Die Online-Enzyklopädie Wikipedia beschreibt es als „Beteiligung, Teilhabe, Teilnahme, Mitwirkung, Mitbestimmung, Einbeziehung“ [Wikipedia: „Partizipation“. URL: http://de.wikipedia.org/wiki/Partizipation [Stand: 14.03.2010]] Diese Definitionen lassen erkennen, dass keine spezifischen Aussagen zu der Tätigkeit des Partizipierens getroffen werden und somit nicht festgestellt werden kann, wie Partizipation tatsächlich umgesetzt werden muss, damit es seiner Bedeutung gerecht wird. Zwischen den Partizipationsmöglichkeiten der „Teilnahme“ und „Mitbestimmung“ besteht ein weites Spektrum.

Prof. Dr. Benedikt Sturzenhecker, Erziehungswissenschaftler an der Universität Hamburg, präzisiert die Erläuterung des Begriffes, indem er behauptet: Partizipation ist: das Recht, sich als freies und gleichberechtigtes Subjekt an kollektiven, öffentlichen Diskussionsprozessen und Entscheidungen in Institutionen, Politik, Staat und Gesellschaft zu beteiligen und daher eigene Interessen zu erkennen, öffentlich einzubringen, gemeinsam Lösungen zu entwickeln, sie zu begründen, zu prüfen, zu entscheiden, zu verantworten, und zu revidieren. Partizipation ist die Praxis von Demokratie.

Portfolio

Portfolio wird im Projekt Lebenswelt Schule Weiterstadt synonym zu Lerndokumentation benutzt – siehe dort.

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