Übersicht der Begriffsdefinitionen und Abkürzungen

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L

Begriff Definition
Lebenswelt Schule

Ein bundesweites in 4 Modellkommunen im Zeitraum 2008-2011 durchgeführtes Projekt. Das Ziel ist die bestmögliche individuelle Förderung der Kinder und Jugendlichen von der KiTa bis zum Schulabschluss durch Vernetzung lokaler Akteure und Ressourcen. Die Bildungsstätten in Weiterstadt und Umgebung arbeiten gemeinsam an dem Konzept „Bildung aus einer Hand“. Lerndokumentation und Übergänge spielen hierbei eine wichtige Rolle.

Leitbild

Leitbild oder auch 10 Thesen: Im März 2009 hat die Steuergruppe die 10 Thesen vorgelegt, die von den Aktiven als Arbeitsbegriff für das Projekt akzeptiert wurden.

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Lernbegleiter

Dies ist ein kontrovers diskutierter Begriff über die neue Rolle des Lehrers/ der Lehrerin.

Lerndispositionen

Lerndispositionen sind bei der Beobachtung und Dokumentation kindlichen Lernens von zentraler Bedeutung. Sie werden definiert als „Fundus oder Repertoire an Lernstrategien und Motivation, mit dessen Hilfe ein lernender Mensch Lerngelegenheiten wahrnimmt , sie erkennt, auswählt, beantwortet oder herstellt und den er aufgrund seiner Lernbemühungen fortwährend erweitert“ (M. Carr).

Sie sind demzufolge grundlegende Voraussetzung für Lern- und Bildungsprozesse und bilden das Fundament für lebenslanges Lernen. Sie sind nicht nur abhängig vom Kind selbst, sondern auch von den Voraussetzungen seines Umfelds. Zu ihnen gehören die Erfahrung von Zugehörigkeit und  Wohlbefinden, eine Kultur der Wertschätzung, die Möglichkeit von Partizipation, aber auch eine auf die Themen des Kindes eingehende Raumorganisation.

Lerndokumentation

Die Lerndokumentation ist ein von den Projektteilnehmern getragener Begriff, der an die Stelle von allen bislang diskutierten Begriffen wie Portfolio, Lernjournal, Ich-Buch etc. tritt.

Die Lerndokumentation im Projekt LWS sammelt und ordnet bestimmte Produkte, die eine Lernbiographie des Lernenden kennzeichnen bzw. die Entwicklung des Lernenden sichtbar machen oder seine Arbeit an einem Projekt dokumentieren.

Sie kann wie ein Vorzeigeportfolio, Prüfungsportfolio oder  Bewerbungsportfolio verwendet werden

Sie ist ein Spiegel der individuellen Lernentwicklung eines Kindes/Jugendlichen. Sie gibt Aufschluss über Stärken und Neigungen, Lernwege, –fortschritte und –meilensteine, aber auch über individuelle Lernstrategien und ermöglicht die Erarbeitung einer systematischen Lernstrategie.

Sie besteht aus konkreter Verschriftlichung, Fotos,  Dokumenten über erreichte Meilensteine und individuellen Exponaten des Kindes. Sie ist ein Mittel um individuelle und unterschiedliche Zugänge und Lerndispositionen zu beschreiben und entsprechende Förderkonzepte  zu gestalten.

Kontrovers wird zurzeit diskutiert, ob es ein reines „Ich-Buch“ sein soll oder ob auch externe Kommentare dazu gehören, sowie die Form einer möglichen Weitergabe.

Nicht mehr kontrovers ist, dass sich die Kita-Grundschul-SI –Lerndokumentationen unterscheiden.

Eine Lerndokumentation ist Eigentum des Kindes und wird in ko-konstruktivem Prozess von Kind, Lernbegleitern und Familie gestaltet, wobei im Laufe seiner Entwicklung das Kind mehr und mehr selbst zum Gestalter der Lerndokumentation wird. Dadurch wird sich ihr Charakter von KiTa über Grundschule bis zu SI auch deutlich verändern.

Lerngeschichten

Lerngeschichten (Ansatz von Margaret Carr/Neuseeland) sind Erzählungen über Lernprozesse von Kindern, um ganzheitliches Lernen besser widerspiegeln zu können. Sie berücksichtigen nicht nur das Kind selbst, sondern auch seine Umgebung und die Beziehung des Kindes zu seinem Umfeld. Nicht nur was gelernt wird, sondern auch wie gelernt wird, ist Thema in Lerngeschichten. Sie können aus schriftlicher und bildlich-darstellender Form bestehen und sind Teil der Lerndokumentation des Kindes.

Ziel der Dokumentation von Lerngeschichten ist das Erkennen, Festigen und Erweitern der Lerndispositionen des Kindes.

Die Fokussierung auf Lerngeschichten dient dazu, Stärken und Ressourcen darzustellen, mit Kindern über ihr Lernen ins Gespräch zu kommen und ihre Selbstwahrnehmung positiv zu beeinflussen.

LWS

siehe auch Lebenswelt Schule: leicht irreführende Abkürzung da auch Kindertagesstätten mit im Boot sind

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